Lena Bussjäger schreibt uns im Dezember 2015 (gekürzte Fassung):

Hinweis: Die Spendenaktion ist seit 2014 beendet - gerne können Sie unsere übrigen Projekte unterstützen.

Vielen Dank!

„Was lange währt, wird endlich gut!“,

das trifft wohl auch ein bisschen das kleine Projekt „Krankenhaus“ von Lena Bussjäger in Ghana zu.  Sie schreibt uns: „…Ich bin mir sicher, dass Ihr   zwischenzeitlich auch ungeduldig auf Nachricht von mir über den Fortgang meiner Spendenaktion im „Good Shepherd Health Center“ wartet. Nach dem überraschenden Arztwechsel in der Krankenhausleitung  war  mein direkter Ansprechpartner nicht mehr vor Ort und eine sichere Verwendung der Spendengelder nun erst nach längeren Abklärungen möglich. Jetzt war ich im August noch einmal für fünf Wochen in Ghana und habe mir persönlich angeschaut, was mit dem Geld passiert ist, das ich durch die große Hilfsbereitschaft in Allensbach sammeln konnte. Ich kann Ihnen  nun versichern, dass das Geld gut angelegt wurde. Von den rund 1750 Euro wurden ein Stethoskop, drei Blutdruckmesser, ein Sterilisierapparat, zwei spezielle Scheren zum Fäden ziehen, ein Mikroskop, eine Absaugmaschine (zum Absaugen von Atemwegssekret), ein Inhaliergerät inklusive Zubehör und  Desinfektionsmittel gekauft. 

 

 

Von dem restlichen Geld wurden neue Bettbezüge  gekauft, einige Türen erneuert, Räume gestrichen das ganze Krankenhaus professionell mit einem Mittel gegen Malaria ausgesprüht. Ich persönlich war bei meiner Besichtigung des Krankenhauses sehr zufrieden mit der Verwendung der Spenden. Ich hoffe Sie freuen sich mit mir über diese Nachricht. Ich wünsche Ihnen, auch im Namen meiner Freunde und Kollegen aus der Klinik in Tuna frohe Weihnachten!“  

Wir vom CAB wünschen Lena Bussjäger weiterhin alles Gute bei ihrem Studium und danken sehr herzlich für  den langen Atem und das Engagement

 

 

Good Shepherd Health Center - ein staatlicher Sanierungsfall?

Michael Pfeffer besuchte im Juni 2014 die Region und das Health Center - er ist danach überzeugt:

Das Good Shepherd Health Center ist ein Fall für den Staat! Wir sollten auch politisch darauf einwirken, dass man hier die Verantwortung nicht auf privates Engagement abschiebt. Gerade im Gesundheitswesen hat der Staat seine Pflichten zu erfüllen. Nach meiner Meinung ist das Health Center so nicht mehr tragbar. Die Zustände und baulichen Gegebenheiten sind - wie von Lena Bussjäger beschrieben - katastrophal! Am Besten wäre ein Abriss und Neubau - so sollte man das Health Center jedenfalls nicht mehr weiter betreiben...

Lena Bussjäger  schreibt im Februar 2015 zu ihrem Klinikprojekt: (gekürzte Fassung!)

„Ich schicke ganz liebe Grüße nach Allensbach aus meinem Studienort Wien… Endlich schaffe ich es, zu berichten, wie es um mein Klinikprojekt in Tuna  steht.                                                                                                              
Ich habe, nach meinem Vortrag in der Gnadenkirche in Allensbach und nach dem Allensbacher Flohmarkt im vergangenen Jahr, 1.730 Euro an das Good Shepherd Health Center in Tuna überwiesen (ca. 7335,- Ghana Cedis).                               
Leider ist Mister Remy, der Leiter des Health Centers in das Krankenhaus der Hauptstadt Damongo versetzt worden und konnte den Einkauf der medizinischen Geräte nicht mehr vornehmen. Aber ich habe noch regelmäßig Kontakt zu ihm und er hat mir versprochen, dass er sich persönlich um den Kauf der  Stethoskope, Oxygen Cylinder, Sterilisatoren und der anderen Dinge für das Health Center kümmern wird.

Ich melde mich wieder sobald ich mehr weiß, und wünsche allen ein schönes Osterfest.                                                                                                                                        
Ganz liebe Grüße, Lena Bussjäger."

Spendenprojekt von Lena Bussjäger:

Good Shepherd Health Center

- Unterstützung der medizinischen Einrichtung und Labor-Ausstattung

- Medikamentenversorgung und Impfstoffe

- Aufklärungskampagnen zur Gesundheitsvorsorge

Kontakt zu Lena Bussjäger:  lena-katrin@hotmail.de



Rückschau:

Engagiert - Lena sammelt 1500.-€ für Krankenhaus

(September 2014)

Mit viel Engagement konnte Lena nun 1500 Euro für dringend notwendiges, medizinisches Gerät zusammenbringen. Mit einem Flohmarktstand und dem Verkauf ihres Reiseberichtes und weiteren Zuwendungen, konnte der Spendenerlös an ihrem Vortragsabend nun fast verdoppelt werden. Zum Beginn ihres Studiums wünscht wir als CAB alles Gute. Wir werden auch weiterhin Kontakt zu Lena halten und über ihre Aktivitäten berichten. Heute bitten wir um Gottes Segen für ihren weiteren Weg.

Eindrucksvoll - Lena´s Afrikaerlebnisse!

(Juli 2014)

Nach den herzlichen Einleitungsworten von Ludwig Egenhofer eröffneten die Percussionskünstler aus der Musambara-Werkstatt in Konstanz mit einem afrikanisch-rhythmischen Trommelfeuer den tollen Afrika-Vortrag von Lena Bussjäger.  In Lena´s sehr persönlicher Erzählweise beeindruckten besonders die Begegnungen mit den überaus kontaktfreudigen Menschen in Ghana. „Ortschaften in der Größe von Allensbach beherbergen ein vielfaches an Bewohnern –vor allem sehr viele Kinder, die manchmal auch Angst vor meiner Hautfarbe hatten und sich schnell versteckten. Ich selbst aber musste mich zu keiner Zeit fürchten – so viele freundliche und friedliche Menschen habe ich bisher noch nicht erlebt…“  Lena Bussjäger´s Begeisterung für Ghana spiegelte sich, neben solchen Sätzen, auch in ihren Bildern und die rund 70 Besucher des Abends werden dieses freundliche Afrika sicher gerne mit nach Hause genommen haben!

Wer von Ihnen/Euch nicht dabei sein konnte: Lena Bussjäger hat Ihre Erlebnisse auch niedergeschrieben und wird das Büchlein zu Gunsten ihres Krankenhaus-Projektes (in begrenzter Anzahl) zum Erwerb anbieten. (Preis 15.-€/Aktion ist beendet) Wenn Ihr mit Lena Kontakt aufnehmen wollt: lena-katrin@hotmail.de

Lena´s Spendenakton zu Gunsten des Good Shepherd Health Centers:

Wenn Sie für das Good Shepherd Health Center in Tuna spenden möchten finden Sie bei unseren Projektbeschreibungen die  entsprechende CAB-Bankverbindungen. Wir bitten Sie um Angabe des gewünschten Verwendungszweckes, z.B. : Spendenaktion Lena Bussjäger

(Für unsere Spendenaktionen zu Gunsten des Wohnheimbaues in Kamerun oder für die weitere Sanierung der Teiche in Ghana freuen wir uns ebenfalls auf Ihre Unterstützung!)

„Wenn einer allein träumt, bleibt es ein Traum. Träumen wir aber alle gemeinsam, wird es Wirklichkeit.

 

Einladung zum Reisevortrag am Freitag, 18.07.2014

Traumhaftes Afrika?! – 180 Tage Ghana!

Ghana – ein Land der Farbe und der Freude - dorthin möchte Lena Bussjäger, mit ihrem Reisevortrag am Freitag, den 18. Juli in der Gnadenkirche, entführen. Beginn ist um 20.00 Uhr. Der Eintritt ist frei.  Lena Bussjäger war ein halbes Jahr dort für den CAB und in einer Klinik tätig. Sie schreibt: „Strahlende Kinder, wunderschöne Sandstrände, wilder grüner Regenwald und unglaubliche Menschen sind mir in dieser Zeit begegnet. Meine Faszination für dieses Land, das so anders ist, als man denkt, möchte ich gerne mit Euch teilen und freue mich sehr, in meinem Bilder-Vortrag von meinen spannenden und lustigen Begegnungen zu erzählen.“

Sie berichtet uns auch über die von Allensbachern unterstützte Teichsanierung  und welche Erfahrungen sie in der Klinik gemacht hat.  „Afrikanisch“  wird ihr Vortrag von einer Trommelgruppe musikalisch eingeleitet und wird mit einem - hoffentlich traumhaften-  Sonnenuntergang und kleinen Imbiss im Foyer und auf der Aussichtsterrasse ausklingen.  Das christliche Aktionsbündnis dankt schon jetzt herzlich für Ihren Besuch bei „Lena´s Abend“ in der Gnadenkirche.

SK-Artikel vom  06.06.14 über Lena Bussjäger (alle Presserechte beim Südkurier-Medienhaus)

25.5.14 CAB feiert mit Lena Bussjäger die Rückkehr aus Ghana

um 10.00 Uhr im ev. Gemeindegottesdienst und beim anschl. Kirchenkaffee

„Da bin ich wieder!“  Unsere 20 jährige Lena Bussjäger, die im vergangenen November für das Christliche Aktionsbündnis  (CAB) nach Ghana entsendet wurde, ist wohlbehalten zurückgekehrt.  Gemeinsam mit den Kirchengemeinden möchten Lena und der CAB beim Gottesdienst, jetzt am Sonntag, 25.05. um 10.00 Uhr in der evangelischen Gnadenkirche dafür Danke sagen. Beim anschließenden Kirchenkaffee steht Lena Bussjäger für Fragen zu ihrem Engagement in Ghana bereit. Ein öffentlicher Vortragsabend zu ihren Reiserlebnissen und Tätigkeiten für den CAB in Ghana wird am 18. Juli stattfinden. 

Bild beim Dank-Gottesdienst am 25.5.: Lena ist seit 4.Mai wieder da - und freut sich auf ihren Vortrag am 18. Juli!



 15.12.13 Lena Bussjäger`s Grüße aus Ghana

Bilder: Lena in Ghana

Brief von Lena:

So, jetzt ist es also tatsaechlich wahr, ich bin in Ghana! Und obwohl die Zeit hier viel langsamer vergeht als in Deutschland, sind die eineinhalb Monate, die ich jetzt schon hier bin wie im Flug vergangen. Ich lebe seit ziemlich genau einem Monat in Tuna und ich wuerde sagen, dass ich mich hier schon sehr gut eingelebt habe. Das Land ist wunderschoen und ich habe selten so freundliche Menschen wie die Ghanaer kennengelrnt. Mit meiner Arbeit ist es wie mit allem hier in Ghana, es kommt meistens anders als man denkt. Ich habe bis jetzt noch nicht die Moeglichkeit gehabt, in der Schule zu unterrichten, aber wahrscheinlich wird das dann im Januar beginnen. Und auch mein Teichprojekt kommt nur langsam aber immer besser ins Rollen. Anstattdessen arbeite ich mittlerweile viel in der Klinik in Tuna und die Arbeit macht mir sehr viel Spass. Ich finde es toll, mit den Menschen in Kontakt zu kommen und ich habe schon sehr viele interessante Dinge gelernt. Das Leben hier ist sehr aufregend und viele Dinge passieren unerwartet, was das Land und die Menschen fuer mich sehr interessant macht und mich sehr fasziniert. Weihnachten kommt immer naeher und auch hier haben die Weihnachtsvorbereitungen begonnen. Ich bin erstaunlicherweise trotz des warmen Wetters in Weihnachtsstimmung und fleissig am mitvorbereiten. Wir ueben Weihnachtslieder und spielen die Weihnachtsgeschichte nach und ich bin die ganze Zeit ueber sehr beschaeftigt. Das ist mitunter einer der Gruende warum dieser Text sehr kurz ist, aber ich versuche bald wieder etwas von mir hoeren zu lassen. Ich wuensche allen ein froehliches und gesegnetes Weihnachtsfest und schicke ein paar warme Sonnenstrahlen in das kalte Deutschland. Liebe Gruesse, Lena "
 

 

Sonntag, 15.Dezember - Theaterstück zur Ghanareise von Lena B.

Weihnachtstheater findet großen Anklang-

Aus besonderen Anlass gab es dieses Jahr wieder ein vorweihnachtliches Theaterstück der Kinder- und Jugendtheatergruppe um Edith Stengel zu sehen.

Die Schauspielerinnen und Schauspieler verzauberten mit ihrem Stück: „ Das gestohlene schwarze Buch“, die Zuschauer des gut gefüllten Foyers im Marianum.  Ganz im Sinne des Theaterstückes widmete die 5. Klasse von Frau Schälli  und Herr Renner die unerwartet hohe Spendensumme von 465.- Euro der caritativen Arbeit von Lena im Ghana-Projekt.

 Lena, die selbst viele Jahre in den Aufführungen von Edith Stengel mitwirkte, arbeitet derzeit für ein freiwilliges halbes Jahr in verschiedenen Einsatzbereichen, wie Schule, Krankenhaus und der Erstellung einer Dokumentation. Sie schreibt unter anderem: "So, jetzt ist es also tatsächlich wahr, ich bin in Ghana! ... Das Land ist wunderschön und ich habe selten so freundliche Menschen wie die Ghanaer kennengelernt. … Das Leben hier ist sehr aufregend und viele Dinge passieren unerwartet, was das Land und die Menschen für mich sehr interessant macht und mich sehr fasziniert.  … Ich bin erstaunlicherweise trotz des warmen Wetters in Weihnachtsstimmung. Wir üben Weihnachtslieder, spielen die Weihnachtsgeschichte nach und ich bin die ganze Zeit über sehr beschäftigt, … Ich wünsche allen ein fröhliches und gesegnetes Weihnachtsfest und schicke ein paar warme Sonnenstrahlen in das kalte Deutschland. Liebe Grüße, Lena Bussjäger"
„Warme Sonnenstrahlen“ können nun auch -dank der Theatergruppe- zurück auf die Reise nach Ghana geschickt werden. Die 5. Klasse ist schon gespannt, was die Kinder dort in der Schule so machen und wie ihr Briefkontakt weitergeht.

Der CAB möchte sich deshalb für diese Art der Projekt-Unterstützung ausdrücklich bei allen Helferinnen und Helfern bedanken, insbesondere bei:

- den 27 Schauspielerinnen und Schauspielern für 8 Wochen Vorbereitung

- Edith Stengel, Frau Schälli und Herr Renner für die Inszenierung

- Frau Kunze für die musikalische Begleitung

- dem Marianum in Hegne und Frau Wichmann für die Räumlichkeiten

- Bäckerei Ratzek, Konditorei Schumacher und Metzgerei Hoffmann für die Sachspenden

„Das gestohlene schwarze Buch“ war das erste Theaterstück, bei dem Lena im Alter von 6 Jahren als „Regenbogen-Engel“ mitwirkte….!

Nun hatte die 5.Klasse im Marianum, Hegne mit Edith Stengel am 15.12. das Stück neu aufgelegt.


SK-Artikel vom  02.11.13 über Lena Bussjäger

(alle Presserechte beim Verfasser / Südkurier-Medienhaus)

Konstanz Allensbacherin unterstützt Spendenprojekt in Ghana

Konstanz -  Sie wollte immer schon nach Afrika. Jetzt wird ihr Traum wahr. Lena Bussjäger dokumentiert ein Projekt und arbeitet als Assistenzlehrerin im Norden Ghanas.

Ein Dorf ohne Internet, abgeschieden von allem. Dahin zieht es die 19-jährige Lena Bussjäger für ein halbes Jahr. Mehr Zeit mit sich selbst verbringen, abwechslungsreiche Aufgaben, faszinierende Menschen. Die Gründe für die Abiturientin, nach Afrika zu gehen, sind vielseitig.


Nachdem sie in Frankreich ihr Freiwilliges Soziales Jahr absolviert hat, wird die neugierige junge Frau die kommenden sechs Monate in Ghana verbringen. Dort soll sie ein Projekt dokumentieren, für das die Allensbacher 12 000 Euro Spendengelder gesammelt haben. Es geht um die Reparatur und den Bau von insgesamt 28 Teichen auf einer Länge von 60 Kilometern, die die Ernährungssituation der Bewohner der nordghanaischen Region verbessern sollen. Mit 25 000 Euro unterstützt auch Misereor das Projekt.

Das christliche Aktionsbündnis (CAB) Allensbach hat es vor drei Jahren ins Leben gerufen. Der Verantwortliche Michael Pfeffer war selbst schon vor Ort. Doch für die aufwendige Aufgabe, alle Teiche zu fotografieren, ihre Koordinaten zu erfassen und den aktuellen Zustand der Teiche zu dokumentieren, hat sich Lena Bussjäger aus eigener Initiative angeboten: „Eigentlich habe ich weder Ahnung von Teichen, noch bin ich eine professionelle Fotografin. Doch ich werde vor Ort unterstützt und nehme die Herausforderung gerne an.“

Gleichzeitig wird sie als Assistenzlehrerin in einer Grundschule arbeiten. Gerade die Abwechslung macht für sie das Besondere ihrer Reise aus: „Mich reizt, dass es so vielseitig ist. Ich habe keine total festgelegten Arbeitszeiten. Ich kann heute die Teiche dokumentieren, morgen in der Schule arbeiten, außerdem möchte ich mir noch ein Honigprojekt ansehen.“

In Tuna wird sie in einer Gastfamilie unterkommen, deren 25-Jährige Tochter Justina Dayuori derzeit in Konstanz eine Ausbildung zur Altenpflegerin macht. „Es ist also eine Art Austausch“, meint die Reisende. Im April 2014 kommt ihr Vater zu Besuch, um mit ihr gemeinsam das Land zu erkunden.

(von

Juli 2013: Entstehungsgeschichte - Wie kam Lena Bussjäger zum CAB? 

Seit Dezember 2012 suchte der CAB über das örtliche Mitteilungsblatt nach jungen Menschen, die in Ghana eine Dokumentation über die Teichsanierung erstellen könnten.

Tatsächlich gelangte die Anfrage über Umwege zu Lena Bussjäger, die gerade in Frankreich ein freiwilliges SJ ableistete. Mit erfrischendem Optimismus und kurzentschlossen wollte sie vom November 2013 bis April 2014 in Ghana für den CAB die Dokumentation der Teiche übernehmen und sich über den weiteren Sanierungsbedarf ein Bild verschaffen.

Lena B. stellte ihre (selbstfinanzierte) 6-monatige Afrika-Reise nicht nur in den Dienst des CAB-Projektes - vielmehr wollte sie auch vor Ort mit beiden Händen tätig werden, wo eben Hilfe gebraucht würde. Sie schrieb damals dem CAB: „Es ist mein großer Traum ungefähr sechs Monate in Afrika zu leben und zu arbeiten...Ich habe sehr großes Interesse, eines Ihrer Projekte in Afrika zu unterstützen, wenn es geht natürlich vor Ort. Ich stelle mir eine Art Praktika vor, bei dem es mir nicht darum geht etwas zu verdienen, sondern darum zu helfen...“

Zwei Aufgabenfelder konnten vorab bereits organisiert werden. Zum Einen die Dokumentaiton aller Teiche im Raum Tuna- Kalba. Dazu wurde sie von Simone Pfeffer-Brandl mit der entsprechenden GPS-Technik ausgestattet, und zum Anderen als Assistant Teacher in der örtlichen Schule. Leider erkrankte die betreuende Lehrerin längerfristig und Lena Bussjäger musste selbst nach Alternativen suchen.

Ohne Kenntnis der Landessprache gelang ihr das Kunststück als willkommene "Hilfskraft" im Good Shepherd Health Center mitzuarbeiten. Es zeigt letztlich auch die herzliche Offenheit, mit der die Menschen Lena Bussjäger begegneten.

Auch wenn Lena Bussjäger nun nicht in der Schule arbeiten konnte - sie nahm großen Anteil an dem Schicksal der vielen Kinder im Ort und auf den Dörfern der Region. Viele von ihnen konnten weder Schul-Uniform noch das - wenn auch geringe - Schulgeld aufbringen. So unterstützte sie ein kleines Mädchen, das bei ihrer Großmutter aufwuchs und so gerne in die Schule wollte. Die Großmutter hatte selbst kaum das Nötigste und dafür kein Geld. So ging es nicht nur der kleinen "Mamia". Nach und nach erstellte Lena Bussjäger eine immer länger werdende Liste von bedürftigen Kindern, die ohne Schulgeld nicht in die Schule waren. 

Auch bei ihrer Arbeit im Krankenhaus lernte sie die Not der Menschen kennen. Obwohl Ghana ein politisch stabiles Land ist und auch ein Sozialversicherungssystem existiert, sieht die Wirklichkeit in den Provinzen noch anders aus. Neben der Armut, die nicht einmal Spielraum für den -nach unseren Maßstäben- geringen Sozialversicherungsbeitrag lässt, vertrauen die Einheimischen häufig noch auf althergebrachte Rituale und Heilmaßnahmen. Neben der fehlenden Aufklärung sind es oft auch die fehlende Infrastrukturen (keine Kühlmöglichkeit für Medikamente ; überflutete Straßen in der Regenzeit; zuwenig ausgebildete Ärzte und Hilfskräfte; schlecht ausgerüstete Krankenhäuser...), die dafür verantwortlich sind. Für Lena Bussjäger letzlich der Grund, warum sie sich auch nach ihrem Ghana-Aufenthalt für das Good Shepherd Health Center einsetzen möchte....